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::: Ausstellungen :::

Rubens im Wettstreit mit Alten Meistern. Vorbild und Neuerfindung

Pressevorbesichtigung: 22.10.2009, 11.00 Uhr
Eröffnung: 22.10.2009, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 23.10.2009-07.02.2010

Peter Paul Rubens nach ParmigianinoZu den Höhepunkten der Alten Pinakothek zählen die Gemälde von Peter Paul Rubens, eines der weltweit größten und bedeutendsten Ensembles seiner Werke. Dieses wird in den kommenden Monaten durch eine Ausstellung ergänzt, die einen faszinierenden und zugleich ungewöhnlichen Aspekt seines malerischen Schaffens präsentiert.

Nur wenigen dürfte bekannt sein, dass Rubens, einer der produktivsten und vielseitigsten Maler des Barock, zahlreiche Kopien nach Werken bedeutender Meister schuf. Anders als im modernen Sinne handelt es sich dabei nicht um bloße Reproduktionen, sondern um Zeugnisse eines intensiven, schöpferischen Prozesses. Rubens trat buchstäblich in einen Dialog mit dem Vorbild, eignete sich dessen Bildsprache an und versuchte diese noch zu übertreffen.

Erstmals wird in München diesem besonderen Thema eine Ausstellung gewidmet, die zugleich die Bedeutung des hauseigenen Rubens-Bestandes unterstreicht. Denn Rubens formte seinen eigenen Stil, während er Werke berühmter Vorbilder kopierte. Seine Auseinandersetzung mit den älteren Meistern war jedoch auch Teil eines künstlerischen Wettstreits. Indem er nur geringe Details veränderte, fand er häufig zu neuen Lösungen, die seinen Vorlagen zum Teil eine überraschende Modernität verliehen. Dies wird in der Ausstellung an ausgewählten Beispielen demonstriert. Einen außerordentlichen Höhepunkt bilden dabei die Gegenüberstellungen von Rubens? Neuinterpretationen mit den Originalen. Sie bewirken einen spannenden Dialog und bieten dem Besucher ein besonderes Seherlebnis. Der Vergleich von Tizians »Adam und Eva« und der Nachschöpfung von Rubens, beide aus dem Prado, belegt dies in prägnanter Weise. Fulminanter Abschluss der Ausstellung sind die ebenfalls nach Vorlagen Tizians entstandenen großformatigen mythologischen Szenen.

Meisterwerke, darunter Leihgaben aus dem Prado in Madrid, dem Kunsthistorischen Museum in Wien und dem Nationalmuseum Stockholm, bereichern auf Zeit die Alte Pinakothek und treten in einen einzigartigen Zusammenklang mit der berühmten Münchner Flamen-Sammlung.

Katalog zur Ausstellung: Rubens im Wettstreit mit Alten Meistern. Vorbild und Neuerfindung. Herausgegeben von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Beiträgen von Reinhold Baumstark, Kristin Lohse Belkin, Görel Cavalli-Björkman, Mirjam Neumeister, Christian Quaeitzsch und Jeremy Wood | Hatje Cantz Verlag | 2009 | 272 Seiten, 156 Abbildungen, davon 147 farbig. 39,90 Euro | ISBN 978-3-7757-2513-2

Kuratoren: Reinhold Baumstark und Mirjam Neumeister
Bild: Peter Paul Rubens nach Parmigianino: Amor schnitzt den Bogen, 1614 München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek

Peter Paul Rubens Leben und Werk Peter Paul Rubens (1577-1640). Humanist, Maler und Diplomat Himmlisch - Herrlich - Höfisch: Peter Paul Rubens, Johann Wilhelm von der Pfalz und Anne Maria Luisa de´ Medici Rubens (Taschen Basic Art Series)

Zur Ausstellung | Mehr Bücher zu Paul Peter Rubens

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Ausstellung: You fade to light
Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich

Pressevorbesichtigung: 10.11.2009, 11.00 in der ständigen Ausstellung
Ausstellungsdauer: 11.11.2009-07.02.2010

Ausstellung: You fade to lightDie experimentelle OLED-Installation »You fade to Light« des Designer-Künstler-Kollektivs rAndom International für Philips Lumiblade kann auch als interaktive kinetische Lichtskulptur verstanden werden: poetisch, rätselhaft und fast irreal mit ihrem warm-weißen Licht aus 900 spiegelblanken Lumiblade OLED-Modulen (Organic light emitting diodes).

Die Neue Sammlung ? The International Design Museum Munich ? zeigt die Installation vom 11. November 2009 bis zum 7. Februar 2010 in der Pinakothek der Moderne. Die Arbeiten des Londoner Studios rAndom International bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Technik, Design und Kunst. Design wird hier nicht als fertiges Produkt verstanden, sondern prozessorientiert, offen, dialogisch, in Interaktion mit dem Betrachter oder Benutzer.

»You fade to light« erregte große Aufmerksamkeit, als sie 2009 auf der Mailänder Möbelmesse erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Eine Wand aus organischen Leuchtdioden (OLED) spiegelt ihre Betrachter wider und übersetzt deren Bewegung in Lichtmomente oder ? in umgekehrter Funktionsweise ? ermöglicht es dem Betrachter, die leuchtende Wand durch seine Bewegung für einen kurzen Moment auszuschalten. Der Benutzer erfährt damit über den interaktiven Prozess der Gestaltung auf spielerische Weise die Leistungsfähigkeit von modernster Technologie und von innovativem, umweltschonendem Material.

Das in London und Berlin beheimatete Design-Kollektiv rAndom International wurde 2002 von Stuart Wood, Flo Ortkrass und Hannes Koch gegründet. Seitdem sorgt das Trio international mit seinen Projekten für Furore, indem es Innovationen der digitalen Welt auch für weniger technik-affine Menschen spielerisch vermittelt. rAndom International arbeitete unter anderem mit Olafur Eliasson, Philips Design und den BBC research laboratories zusammen. Die rAndom-Mitglieder nehmen einen Lehrauftrag am Ravensbourne College of Communication wahr und lehren seit 2005 regelmäßig am Royal College of Art, London.

2007 beauftragte Philips rAndom International damit, eine interaktive Licht-Installation für Philips Lumiblade zu entwerfen, um auf diese Weise die neuartigen, ungewöhnlichen Möglichkeiten der OLED-Technologie einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln:

You fade to Light: Der experimentelle Designansatz von rAndom manifestiert sich in dieser zukunftsorientierten Installation für das Licht des 21. Jahrhunderts in besonderer Weise ? ein hochaktuelles Thema für ein Designmuseum wie Die Neue Sammlung: Der bewusste, sparsame Umgang mit der Ressource Energie, das heiß diskutierte Thema Beleuchtungskörper und ökologisches, nachhaltiges Denken finden hier zu einer spezifisch gestalterischen Lösung, und zugleich zum sinnlich erfahrbaren Erlebnis für den Betrachter.

Dr. Florian Hufnagl, Direktor der Neuen Sammlung, wird die Vorbesichtigung begleiten und in die Arbeit einführen.

Die Neue Sammlung ? The International Design Museum Munich

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Edition 46 | Ausstellung PAULINA OLOWSKA
In Kooperation mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin

Pressevorbesichtigung: 12.11.2009, 11.00 Uhr
Eröffnung: 12.11.2009, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 13.11.2009 - 14.02.2010

Paulina Olowska | Entwurf zur Edition 46, 2009Das Magazin der Süddeutschen Zeitung liegt in der 46. Woche jedes Jahres in den Händen eines internationalen zeitgenössischen Künstlers. 2009 gestaltet die polnische Künstlerin Paulina Olowska (*1976) die »Edition 46«. Das Heft erscheint am Freitag, 13.11. in der Süddeutschen Zeitung. Das Magazinprojekt ist Anlass für eine Ausstellung der Künstlerin in der Pinakothek der Moderne.

Das Projekt von Paulina Olowska für die Pinakothek der Moderne ist eine Neuinszenierung von Geschichte mit kuratorischen Mitteln. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt weiblichen Rollenmustern und deren Darstellungsformen in Malerei und Graphik, insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Historische Zusammenhänge werden durch unterschiedliche Präsentationstechniken herausgestellt und neu facettiert.

Hold the ColourOlowska stellt Bezüge zwischen eigenen Arbeiten und der Sammlung der Pinakothek der Moderne her, indem sie Bilder aus den Schauräumen sowie aus dem Depot in ihre Installation mit einbezieht. Ungewöhnliche Kombinationen lassen eine eigene, museums-untypische Atmosphäre entstehen. Traditionelle Parameter des Ausstellens und Dokumentierens werden dabei hinterfragt, neue gesetzt.

Paulina Olowska wurde 1976 im polnischen Gdansk geboren, wo sie von 1997 bis 2000 Malerei und Grafik studierte. Seit 2004 lebt sie in Warschau. Olowskas Kunst verankert sich in der Kulturgeschichte der Moderne und lässt sich als eine Auseinandersetzung mit Utopien umschreiben ? mit Utopien des Westens und des Ostens, der Werbung, des Films, der Geschlechterrollen. Von Anfang an hat Olowskas künstlerische Praxis viele Facetten: Sie malt, fotografiert, filmt, macht Performances und kollaboriert dabei häufig mit anderen Künstlern und Künstlerinnen.

Paulina Olowska. Sie musste die Idee eines Hauses als Metapher verwerfenDie klassizistischen Räume des Braunschweiger Kunstvereins mutieren zu einer Installation der besonderen Art.Olowska schafft mit Requisiten wie Möbelstücken eine unheimliche und zugleich geborgen anmutende Atmosphäre und verwandelt das Haus in eine Bühne für eine surrealistische Kurzgeschichte, verfasst von der befreundeten schottischen Künstlerin Lucy McKenzie. Der Text dieser tragisch-komischen Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen, die sich in surreal anmutenden Räumen treffen, um über ihr Leben und ihre Arbeit zu reflektieren, wird zum Leitfaden durch Paulina Olowskas Welt.

Bild: Paulina Olowska | Entwurf zur Edition 46, 2009.
Courtesy Galerie Daniel Buchholz Köln/Berlin

Zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne

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Architekturmuseum der TU München
Zlín - Modellstadt der Moderne

Pressevorbesichtigung: 18.11.2009, 11.00
Eröffnung: 18.11.2009, 19.00
Ausstellungsdauer: 19.11.-21.02.2010


Tomá? Ba?a Denkmal bei der Eröffnung des Institutsgebäudes II, Zlín, 24Der Aufstieg der kleinen, im Osten Tschechiens gelegenen, Stadt Zlín zur Zentrale des größten europäischen Schuhherstellers Bat?a ist ein einmaliges wirtschaftliches und soziales, aber auch architektonisches Phänomen. Zlín ist eine »Modellstadt der Moderne«, denn dort wurden viele architektonische und soziale Ideale verwirklicht, die Politiker, Unternehmer und Architekten nach dem Ersten Weltkrieg als zukunftsweisend propagierten. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war deshalb die Stadt, die Le Corbusier als »ein leuchtendes Phänomen« bezeichnete, fast eine Art Pilgerstätte für Fortschrittsgläubige aller Couleur.

Um die Jahrhundertwende zählte der kleine Ort, in dem Tomá? Bat?a mit seinen Geschwistern 1894 eine Schuhfabrik gegründet hatte, 3000 Einwohner und wuchs dann bis 1938 auf 43000 an. Begeistert von den Ideen und Fabrikationsmethoden des erfolgreichsten Autoherstellers der Zeit, Henry Ford, und des Gründers der Betriebswissenschaft, Frederick W. Taylor, bauten die Unternehmer Tomá? und Jan Antonín Bat?a Zlín systematisch wie ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten aus und etablierten ein System, Zlín Modellstadt der Moderne: Katalog. Ausstellung Architekturmuseum TU Münchenbei dem die ganze Stadt und alle ihre Bewohner im Dienste einer einzigen Sache, der Steigerung der Schuhproduktion, standen. Diesem Ziel dienten nicht nur Arbeitsteilung, Fließbänder und Zeitmessung, sondern auch firmeneigene soziale Einrichtungen von Kindergärten über Schulen und Hospital bis zum Warenhaus, Sportverein und Großkino.

Auch die Architektur sollte dazu beitragen, neue und besser arbeitende Menschen zu formen. Die Stadt ist in Zonen gegliedert und geordnet nach Arbeit, Wohnen, Freizeit und Verkehr ? eine Funktionstrennung, die den Leitbegriffen des später in der »Charta von Athen« propagierten modernen Städtebaus entsprach. Maßgeblich prägend wirkten die Architekten Franti?ek L.Gahura und Vladimír Karfík, die nahezu alle öffentlichen Bauten über einem Raster von 6, 15 x 6, 15 Meter errichteten und damit ein einheitliches Maß vorgaben, das buchstäblich der Vereinheitlichung von Arbeit und Leben diente. Ausgehend von Zlín ließ Bat?a Fabriken und Städte in anderen Ländern und Kontinenten nachdem Muster der tschechischen Zentrale als kleinere Ausgaben der Stadt errichten. Die moderne Architektur diente dabei auch dazu, eine firmenspezifische Identität und Modernität zu vermitteln.A Utopia of Modernity

Die Ausstellung, die Teile der Prager Schau »Phänomen Bat?a« (Nationalgalerie, Frühjahr 2009)adaptiert, wurde für München neu erarbeitet. Anhand von Modellen, Plänen, Objekten, Fotografien und Filmen, werden die architektonische Entwicklung, die Verflechtung von kulturellem und sozialem Leben in Zlín sowie die weltweite Verbreitung der Ideen Bat?a s vorgestellt und kritisch reflektiert. Ein eigener, nur für München zusammengestellter Bereich, widmet sich ausführlich und umfassend den selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le Corbusiers für Bat?a (Stadterweiterung von Zlín, Typenentwürfe für die französischen Bat?a -Schuhläden, die französische Bat?a ?Satellitenstadt Hellocourt und der Bat?a -Pavillon für die Weltausstellung in Paris 1937), die anhand der teils noch nie gezeigten Originalzeichnungen aus der Fondation Le Corbusier präsentiert werden. Der Weltausstellungs-Pavillon ? bislang nur durch Pläne bekannt ? ist über ein großes Modell in der Ausstellung erstmals auch räumlich erlebbar.

Es erscheinen zwei Publikationen im JOVIS Verlag:

Zlín Modellstadt der Moderne: Katalog. Ausstellung Architekturmuseum TU München , herausgegeben von Winfried Nerdinger, ist das Begleitbuch zur Ausstellung mit Essays von renommierten Architekturhistorikern.

A Utopia of Modernity , herausgegeben von Katrin Klingan in Zusammenarbeit mit Kerstin Gust, ist ein Sammelband mit Diskursbeiträgen internationaler Autoren zum Phänomen Zlín mit Blick auf die Gegenwart und zukünftige Entwicklung der Stadt.

»Zlín ? Modellstadt der Moderne« ist Teil von »Utopie der Moderne : Zlín«, einem Projekt von Zipp ? deutsch-tschechische Kulturprojekte, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes.
Ausstellung und Katalog entstanden in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie in Prag und der Bezirksgalerie für bildende Kunst in Zlín.

Ausstellung und Katalog entstanden in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie in Prag und der Bezirksgalerie für bildende Kunst in Zlín.

VORTRAG
DO 28.01.10 | 18.00

Ernst von Siemens-Auditorium in der Pinakothek der Moderne | Barer Str. 40 | 80333 München | 18.00 | Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit dem Institut français
Jean-Louis Cohen: Le Corbusier und Bat?a

FILMABEND
DO 04.02.10 | 19.00

Filmmuseum München | St. Jakobs Platz 1 | 80331 München | 19 Uhr I Eintritt 5 Euro
Zlín - Modellstadt der Moderne
Einführung: N.N.

VORTRAG
DO 11.02.10 | 18.00

Ernst von Siemens-Auditorium in der Pinakothek der Moderne | Barer Str. 40 | 80333 München | 18.00 | Eintritt frei
Vladimír ?lapeta: Zlín und die osteuropäische Avantgarde

KURATORENFÜHRUNG MIT IRENE MEISSNER UND SUSANNE SCHAUBECK
DO 26.11.09 I 18.30 | DO 14.01.10 | 18.30 | MI 10.02.10 | 15.00

Architekturmuseum der Technischen Universität München >>

Bild: Tomá Baa Denkmal bei der Eröffnung des Institutsgebäudes II, Zlín, 24. April 1938. © KGVUZ-Bezirksgalerie für bildende Kunst in Zlín

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Susanne Gaensheimer vom Außenminister Guido Westerwelle zur Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main freut sich Ihnen mitzuteilen, dass Susanne Gaensheimer vom Außenminister Guido Westerwelle zur Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig 2011 berufen worden ist.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main freut sich Ihnen mitzuteilen, dass Susanne Gaensheimer vom Außenminister Guido Westerwelle zur Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig 2011 berufen worden ist.Susanne Gaensheimer ist seit Januar 2009 Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. In ihrer Arbeit am MMK hat sie die Sammlung des Museums ins Zentrum gerückt und damit das MMK deutlich als eines der international führenden Museen für Gegenwartskunst positioniert. Neben einer fortlaufenden Serie thematischer Sammlungspräsentationen, die mit einem Fokus auf die Meisterwerke der Pop Art und des Minimalismus begann, hat sie eine Reihe von Ausstellungen etabliert, in denen zentrale künstlerische Positionen der Sammlung umfassend vorgestellt werden. So fanden im MMK im letzten Jahr Ausstellungen von Jack Goldstein, Barbara Klemm, Sarah Morris und Peter Roehr statt. Im Falle von Peter Roehr wurde ein bedeutender Frankfurter Künstler der 1960er Jahre und zugleich ein wesentliches Standbein der Sammlung einem breiten Publikum neu präsentiert. Die Ausstellung zu Jack Goldstein, die international stark wahrgenommen wurde, und die daraus hervorgegangenen Erwerbungen haben die Sammlungsschwerpunkte des MMK um entscheidende Verbindungsstücke zwischen Pop Art und Konzeptkunst nachhaltig ergänzt. Mit der Ausstellung und einer Neuproduktion von Sarah Morris für das MMK wurden diese Schwerpunkte in die aktuellste Gegenwartskunst überführt.

2010 werden in den Sammlungspräsentationen zunächst die bedeutenden Werkgruppen der Konzeptkunst sowie im Herbst Teile der über 1500 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartsfotografie gezeigt. Ein Schwerpunkt wird außerdem die Ausstellung „The Purple Generation. Mode und Fotografie in den 1990er Jahren“ darstellen. Für das Jahr 2011 ist eine umfassende Retrospektive des amerikanischen Künstlers Félix González-Torres geplant.

Zu Ihrer Berufung sagt Susanne Gaensheimer: „Seit ihren Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts ist die Biennale in Venedig – bis auf die Zeit zwischen 1934 und 1942 – einer der wesentlichen, international wahrgenommenen Orte, an denen die avantgardistischsten Positionen der zeitgenössischen Kunst präsentiert und im Diskurs mit Interessierten aus der ganzen Welt verhandelt werden. Das Publikum und die Künstler erwarten von dieser Biennale, mit den progressivsten künstlerischen Positionen konfrontiert zu werden. Gerade die Ausstellungen im Deutschen Pavillon haben hierfür meiner Ansicht nach Maßstäbe gesetzt, denkt man an die Beiträge von Joseph Beuys, Gerhard Richter, Hans Haacke oder Isa Genzken. Ich freue mich darauf, diese Möglichkeit zu nützen und gemeinsam mit einem oder mehreren Künstlern den Deutschen Pavillon zu gestalten.“

Der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Prof. Felix Semmelroth, zur Berufung von Susanne Gaensheimer: „Die Berufung von Susanne Gaensheimer als Kommissarin für den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 2011 ist eine Auszeichnung ihrer Person und ihrer Arbeit im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Susanne Gaensheimer hat in ihrem ersten Jahr ein konsistentes Programm für das MMK entwickelt, in dessen Zentrum die intensive und publikumswirksame Auseinandersetzung mit der Sammlung des Hauses steht. Ihre bisherigen Sonderausstellungen z. B. über Sarah Morris, Jack Goldstein oder Peter Roehr haben gezeigt, dass sie einen äußerst profunden Zugang zur Gegenwartskunst hat. Wir können auf den Deutschen Pavillon der Biennale 2011 sehr gespannt sein.“

MMK Museum für Moderne Kunst - Frankfurt

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Radical Conceptual - Positionen aus der Sammlung des MMK

Eröffnung am Donnerstag, den 18. Februar 2010, um 19 Uhr. Es sprechen: Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK.

Radical Conceptual - Positionen aus der Sammlung des MMK

Vom 19. Februar bis zum 22. August 2010 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main unter dem Titel „Radical Conceptual“ die zweite in einer Reihe von Präsentationen aus der umfangreichen Sammlung des MMK, in denen sukzessive die Schwerpunkte des Bestandes mit dessen bedeutenden Werken und Werkgruppen vorgestellt werden. Diese Präsentation schließt an „Yellow and Green“ mit Fokus auf die Meisterwerke der Pop-Art und des Minimalismus an und konzentriert sich auf die herausragende Sammlung von Werken der amerikanischen und europäischen Konzeptkunst von den 1960er Jahren bis heute.

Viele der hier gezeigten Werkgruppen, wie etwa die aus 26 Date Paintings aus der Today Serie und zahlreichen Vitrinenobjekten bestehende Installation von On Kawara, die der Künstler speziell für das MMK entwickelt hat, sind in ihrem Umfang und ihrer historischen Relevanz einzigartig. Ebenso bedeutend und in ihrer Konzentration weltweit unvergleichlich ist die umfangreiche Werkgruppe von Alighiero Boetti, dem großen Konzeptkünstler der italienischen Arte Povera, die seit langer Zeit endlich wieder zu sehen ist. Eine weitere Besonderheit ist Hanne Darbovens 900seitige Schreibzeit Ein Jahrhundert – Johann Wolfgang von Goethe gewidmet, die sich seit dem Eröffnungsjahr in der Sammlung des MMK befindet. Im Zusammenhang mit dieser zentralen Arbeit der 2009 verstorbenen Künstlerin stellt das MMK erstmals Darbovens musikalisches Werk opus 25 A Ludwig van Beethoven vor.

Von zentraler Bedeutung und durchaus auch als Verbindungsstück zur Pop-Art in der Sammlung des MMK zu verstehen, sind die erst 2009 erworbenen Yellow Movies von Tony Conrad aus dem Jahr 1973, die im vergangenen Sommer erstmals auf der Biennale in Venedig einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Zusammen mit John Baldessaris frühen Filmen 6 Colorful Inside Jobs und Paul Sharits’ selten zu sehende Frozen Film Frames: N.O.T.H.I.N.G. von 1968, die als Schenkung von Rolf Ricke in die Sammlung des MMK gelangt sind, ergänzen die Yellow Movies unsere Werkgruppe radikal experimenteller Filmarbeiten. Ein Beispiel für das besondere Verhältnis von Schrift und Bild, wie es bei zahlreichen konzeptuellen Strategien seit den 60er Jahren zu finden ist, ist im MMK u.a. Lawrence Weiners Wandarbeit STONES FOUND AND BROKEN SOMETIMES IN THE FUTURE, die der Künstler extra für das Haus entwickelt hat.

Ergänzt wird diese Präsentation konzeptueller Kunst der 60er Jahre mit Werken der anschließenden Künstlergeneration wie David Hammons, Jonathan Borofsky, Rosemarie Trockel, Ai Wei Wei, Francis Alÿs, Candida Höfer, Cady Noland oder Rirkrit Tiravanija. Zu den prominentesten Neuerwerbungen zählt dabei das raumbezogene Werk ...rinsed with mercury... des britischen Künstlers Cerith Wyn Evans aus dem Jahr 2009. Mit der Ausstellung „Radical Conceptual“ schlägt das MMK eine Brücke über mehr als 40 Jahre internationaler konzeptueller Kunst in ihren zahlreichen Facetten.

Zur Ausstellung


 

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