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::: Ausstellungen :::

Ausstellung:
In Sand gezeichnet – Entwürfe von Alvar Aalto 12.06.-21.09.2008 

Die ersten Skizzen zu einem Projekt veranschaulichen oft deutlicher als der verwirklichte Bau die Entwurfsideen eines Architekten. Am Anfang einer Planung stehen häufig Konzepte und Zeichnungen, die architektonische Vorstellungen in reiner Form, ohne Zugeständnisse oder später erforderliche Abstriche, wiedergeben. Erste Entwurfsskizzen sind sowohl Spiegel idealer Vorstellungen als auch des Prozesses der Formfindung. Mit der Skizze ist man somit dem Architekten oft näher als mit dem fertigen Bau. Unter den herausragenden Baumeistern des 20. Jahrhunderts ist Alvar Aalto (1898-1976) einer der größten Zeichner. Er selbst erklärte einmal seine Leidenschaft für das Zeichnen mit dem Satz: »Gott schuf Papier, um Architektur darauf zu zeichnen«. Die Handzeichnungen des finnischen Architekten sind nicht nur von höchster künstlerischer Qualität, sondern auch zentraler Bestandteil seines Werks, denn von etwa 500 Projekten wurde über die Hälfte nicht realisiert. Die Ausstellung »In Sand gezeichnet – Entwürfe von Alvar Aalto« präsentiert mit Zeichnungen, Modellen und Animationen eine Auswahl der nicht verwirklichten Projekte des berühmten Architekten aus über fünfzig Jahren. Alvar Aalto, Shiraz Art Museum, Iran, 1969Im Nebeneinander der Skizzen wird deutlich, wie Aalto Bauten und Räume aus der Zeichnung heraus entwickelt und wie dabei Ideen und Motive aus früheren Projekten immer wieder neu aufgriffen und modifiziert werden. Die unrealisierten Entwürfe Alvar Aaltos sind zeichnerische Spuren, die sich durch das Gesamtwerk ziehen, ohne je den Zeichentisch verlassen zu haben. Sie geben spannende Einblicke in das Denken eines großen Architekten mit dem Zeichenstift. 

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Alvar Aalto Museum in Helsinki gezeigt.


Alvar Aalto, Shiraz Art Museum, Iran, 1969
Pinakothek der Moderne


Eröffnung der Ausstellung
Andreas Gursky, Cocoon / Frankfurt...

Freitag, den 13. Juni um 19 Uhr.
Es spricht Udo Kittelmann, Direktor Museum für Moderne Kunst

Andreas Gursky

In der Ausstellung ‚Cocoon / Frankfurt...‘ präsentiert Andreas Gursky ein eigens für das Museum für Moderne Kunst konzipiertes Projekt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neue Arbeiten der Cocoon-Serie. Die neuen Cocoon-Bilder thematisieren die gegenwärtige Clubkultur: Als Vorlage dienen Gursky großen Technoevents, die durch das Musik- Label Cocoon geprägt sind. Der architektonische Rahmen seiner Bilder bezieht sich auf den räumlichen Entwurf des Cocoon Clubs in Frankfurt. Das Raumkonzept entwickelte Techno DJ und Musiker Sven Väth mit der Agentur 3deluxe. Gurskys Bilder referieren auf die graphischen Vorlagen und bilden somit eine idealtypische Annäherung an den originalen Cocoon Club.

In den 80er und 90er Jahren entwickelte Gursky Prototypen von ‚Weltgegenden‘ in Form von Einzelbildern. In den letzten Jahren umkreist er zeitsymptomatische Themen wie Formel I, Landgewinnungsprojekte in Dubai und Clubszenen in Form von Bildserien. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigt sich Gursky mit dem Gesellschaftsphänomen Techno und seiner Szene. Das Rohmaterial seinerdaraus resultierenden Bilder stammt unter anderem von den legendären Maydayveranstaltungen, die in der Dortmunder Westfalenhalle zwischen 1995 und 2005 stattfanden.

Ausstellungsdauer: 14. Juni bis 17. August 2008

MMK Museum für Moderne Kunst Domstraße 10 · 60311 Frankfurt/Main
Telefon 069 / 212 30447 · Fax 069 / 212 37882
www.mmk-frankfurt.de


Ein Saal voller Götter. Zeichnungen Schnorr von Carolsfelds für die Münchner Residenz

Pressekonferenz: 15.07.08, 11.00
Ausstellungsdauer: 15.04.–31.08.08

Gustav JägerKönig Ludwig I. lud den Künstler Julius Schnorr von Carolsfeld (Leipzig 1794 – 1872 Dresden) 1825 nach München ein und beauftragte ihn mit Wandbildern für die umfangreichen Neubauten in der Residenz. Ab 1832 arbeitete Schnorr von Carolsfeld an den Entwürfen für die privaten Räume des Königs am heutigen Max-Joseph-Platz in München. Zwei vor kurzem aufgetauchte Kartons von Gustav Jäger (1808–1871), einem Schüler Schnorrs, dienten direkt der Vorbereitung von zwei Wandbildern aus diesem Zyklus. Die großzügige Schenkung des Apoll-Kartons durch Dr. Stephan Seeliger an die Staatliche Graphische Sammlung bietet nun die schöne Gelegenheit, alle heute bekannten Entwürfe für die Wandmalereien des Salon de service zu zeigen.

Leo von Klenze, der Architekt des Gebäudes, stattete die königlichen Räume mit an der antiken Wandmalerei orientierten Dekorationen aus. Schnorr entwarf für die dabei entstandenen Bildfelder im Salon de service Szenen nach den »Hymnen des Homer«, eine Sammlung von Lobpreisungen, die bei den großen Götterfesten vor den Tragödien zu Ehren des betreffenden Gottes gesungen wurden. Die detailreich ausgeführten Entwürfe für den Bilderfries befinden sich heute in der Staatlichen Graphischen Sammlung München und sind Teil der Ausstellung. Die Hauptfelder der Wände waren mit circa ein mal ein Meter messenden Bildern versehen, die den vier Protagonisten der Hymnen – Demeter, Aphrodite, Apoll und Hermes – gewidmet waren. Die beiden jüngst aufgetauchten Kartons von Gustav Jäger, dienten der Vorbereitung der Wandbilder zu Aphrodite und Apoll. Mit ihnen kann erstmals wieder ein Eindruck der Ausstattung in Originalgröße gegeben werden.

1835 konnte die Ausstattung des Zimmers vollendet werden. Sie zählte neben den Nibelungensälen und den Entwürfen für den Festsaalbau am Hofgarten zu den zentralen Werken Schnorrs. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Salon de service vollständig zerstört und im Gegensatz zu anderen Räumen des Königsbaus nicht rekonstruiert. Die Ausstellung zeigt neben den Entwürfen eine Dokumentation der Pläne Klenzes und der historischen Photographien, um die Wirkung des Saales wieder lebendig werden zu lassen. Zugleich bietet sie auch einen Einblick in die Arbeitsabläufe des Entwerfens eines großen Ausstattungszyklus – eine für die Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts typische Aufgabe.

Ausstellungskurator: Andreas Strobl, Führung | DO 14.08.2008 | 18.00
Pinakothek der Moderne


SEP RUF 1908-1982 – MODERNE MIT TRADITION

Pressevorbesichtigung: 30.07.2008, 11.00
Eröffnung: 30.07.2008, 19.00
Ausstellungsdauer: 31.07.-05.10.2008

Sep Ruf

Sep Ruf ist einer der bedeutendsten deutschen Architekten, einige seiner Bauten zählen zu den Hauptwerken der Architektur im 20. Jahrhundert. Nikolaus Pevsner rühmte die Verbindung von historischer Bausubstanz und modernem Neubau an Sep Rufs Münchener Neue Maxburg (1952-57) als »ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gut ein moderner Bau mit einem bedeutenden Baudenkmal der Vergangenheit harmonieren kann.«

Rufs transparentes Akademiegebäude in Nürnberg ist eines der gelungensten Gebäude der Nachkriegszeit, der Deutsche Pavillon zur Weltausstellung 1958 in Brüssel (mit Egon Eiermann) fand als architektonischer Ausdruck eines neuen demokratischen Deutschlands internationale Annerkennung und der Kanzlerbungalow in Bonn (1963/64) wurde zum Zeichen der Bonner Republik, die sich modern und weltoffen präsentierte. Der gläserne Pavillon, in dem von Ludwig Erhard bis Helmut Kohl fast alle deutschen Kanzler wohnten und ihre Gäste empfingen, entfachte zwar eine heftige Diskussion über die adäquate Repräsentation der Bundesrepublik, wirkte aber letztlich mit an einem neuen Verständnis moderner Architektur in großen Teilen der Öffentlichkeit.

Diese überragenden Leistungen Sep Rufs sind bislang zu wenig bekannt. Die letzte Publikation über ihn liegt fast ein Vierteljahrhundert zurück. Anlässlich des 100. Geburtstags zeigt das Architekturmuseum der TU München das Werk dieses großen Architekten, das im Begleitbuch zur Ausstellung erstmals umfassend dokumentiert und analysiert wird.

Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne | Barerstr. 40 | 80333 München

Pinakothek der Moderne


Ausstellung MARCEL DZAMAEdition 46 | Ausstellung MARCEL DZAMA
In Kooperation mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin

Pressevorbesichtigung: 13.11.2008, 11.00, Säle 15-16
Eröffnung: 13.11.2008, 19.00
Ausstellungsdauer: 14.11.2008 – 15.02.2009

Der kanadische Künstler Marcel Dzama gestaltet die nächste Edition 46 des SZ-Magazins. Sie erscheint am Freitag, 14.11.2008 im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Das Projekt wird begleitet von einer Ausstellung des Künstlers in der Münchner Pinakothek der Moderne.

In der 46. Woche jedes Jahres wird das Magazin der Süddeutschen Zeitung komplett von einem internationalen zeitgenössischen Künstler gestaltet. Die Edition 46 wurde 1993 ins Leben gerufen. Seitdem haben Künstler wie Jenny Holzer, Jeff Koons oder Matthew Barney die Edition 46 geprägt. Im vergangenen Jahr widmete sich der italienische Medienkünstler Francesco Vezzoli der Edition 46.

Marcel Dzama, geboren 1974 in Winnipeg/Manitoba (Kanada), lebt seit 1996 in New York. In seinen detailreichen Tuschezeichnungen, mit denen er bekannt geworden ist, scheinen die märchenhaften, komischen und bisweilen grausamen Bilderbögen des 19. Jahrhunderts wieder aufzuleben. Parallel dazu entstehen Objekte, Installationen und Videos. Darüber hinaus ist Dzama der Sänger der Band Albatross Note, für die er – wie auch für befreundete Musiker (Beck, The Weakerthans) – Albumcover entwirft.

Gefördert durch SÜDHAUSBAU
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Kanada

Marcel Dzama | Calder's Auction (4 part drawing), 2006 Tusche und Aquarell auf Papier | 35,60 x 27,90 cm © The artist | David Zwirner, New York | Sies + Höke, Düsseldorf | Pinakothek der Moderne


Ausstellung
Sammlung Michael und Eleonore Stoffel

Pressevorbesichtigung: 19.11.2008, 11.00
Eröffnung: 19.11.2008, 19.00
Ausstellungsdauer: 20.11.2008 – Ende Februar 2009

Die Pinakothek der Moderne widmet der bedeutenden Sammlung Michael und Eleonore Stoffel im kommenden Herbst eine umfangreiche Ausstellung. Mit großer Passion hat das Ehepaar Stoffel seit den siebziger Jahren in Köln eine herausragende Privatsammlung vornehmlich deutscher und amerikanischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut.

Nach dem Tod von Herrn Dr. Stoffel im Juni 2005 setzte seine Frau Eleonore, die heute vor einem Jahr verstarb, alle Kräfte daran, das gemeinsame Mäzenatentum fortzuführen und die Zukunft der Sammlung in der vorgesehenen Weise zu sichern. Im Februar 2006 konnte die Pinakothek der Moderne einen ihrer kostbarsten Zugewinne verzeichnen: Rund 300 Werke der Stiftung Sammlung Stoffel bereichern zukünftig als unkündbare Dauerleihgabe die Bestände von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Bis vor wenigen Wochen war die gesamte Sammlung noch in Köln untergebracht. Dort wurden die für München bestimmten Leihgaben in den vergangenen zwei Monaten von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vollständig dokumentiert, inventarisiert und fotografiert. Die zuständigen Restauratoren erstellten dabei umfassende konservatorische Bestandsaufnahmen und führten erste wichtige Sicherungsmaßnahmen durch, um den Umzug der Werke vorzubereiten. Der mittlerweile erfolgreich durchgeführte Transfer nach München eröffnet jetzt die glückliche Perspektive der ersten Ausstellung der Sammlung, die am 19. November 2008 in der Pinakothek der Moderne eröffnet wird.

Zugleich bleibt die Sammlung Stoffel glanzvoll an ihrem Ursprungsort präsent. Denn mit einem, nach dem Tod von Frau Dr. Stoffel formulierten Nachtrag zum Leihvertrag stimmen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu, dass sie der »Stiftung Skulpturenpark« rund 100 Werke, darunter insbesondere die Außenskulpturen der Sammlung Stoffel, als »ewige Leihgabe« in Köln zur Verfügung stellen. Dank dieser Vereinbarung ist es möglich, die Sammelleidenschaft des Ehepaars Stoffel auch in ihrer Heimatstadt mit einem Schwerpunkt der Kollektion zu ehren. In der Ausstellung wird eine Auswahl von ca. 120 Werken erstmals das facettenreiche Panorama der Malerei und Installationen der Sammlung Stoffel umfassend erschließen. Mit eindrucksvollen Werkblöcken und herausragenden Einzelwerken kann in der Pinakothek der Moderne auf großer Fläche das charakteristische Profil der Sammlung in seiner reichen Qualität und lebendigen Vielfalt präsentiert werden.

Größere Werkkomplexe werden dabei vor allem von Marlene Dumas, Carroll Dunham, Günther Förg, Jörg Immendorff, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Per Kirkeby, Hermann Nitsch, Markus Lüpertz, A. R. Penck, David Salle, Rosemarie Trockel und Terry Winters zu sehen sein. Aus der Fülle von Einzelwerken und kleineren Werkgruppen sind an erster Stelle Arbeiten von Georg Baselitz, Lucio Fontana, Helen Frankenthaler, David Hockney, Gerhard Richter, Serge Poliakoff und Antoni Tàpies hervorzuheben. Mit ergänzenden Werken aus dem eigenen Bestand wird die Ausstellung außerdem unterstreichen, wie treffend diese wertvollen Dauerleihgaben die Sammlung der Pinakothek der Moderne auf höchstem Niveau ergänzen.

David Salle

Der begleitende Katalog wird sich mit einleitenden Aufsätzen ausführlich der Geschichte und dem Profil der Sammlung widmen und nicht nur die ausgestellten Arbeiten in den Blick nehmen. Auf diese Weise sowie durch eine reich bebilderte Präsentation und Erläuterung der Werke soll das Ausstellungsbuch bleibend die großen Verdienste von Michael und Eleonore Stoffel ehren und ihre kenntnisreiche Hingabe an die Kunst dokumentieren.

David Salle Coral Made | 1985, 273,5 x 428 cm
Sammlung Michael und Eleonore Stoffel, Pinakothek der Moderne
© VG Bild-Kunst, Bonn


 

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